Praxisbericht: Building a Transatlantic Bridge. Ein internationales museumspädagogisches Projekt

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Building a Transatlantic Bridge ist ein deutsch-amerikanischer Schüleraustausch über das Internet, der durch eine enge Zusammenarbeit von Museen und Schulen verwirklicht wird.
Die Idee einer solchen internationalen Museums- und Schulpädagogik geht zurück auf eine Initiative des LVR-Industriemuseums in Partnerschaft mit dem Westmoreland Museum of American Art in Greensburg (Pennsylvania/USA). Im Vordergrund steht der Gedanke eines transatlantischen Brückenschlags zwischen amerikanischen und deutschen Schülerinnen und Schülern, die aus schwerindustriell geprägten Regionen stammen, wie dem Ruhrgebiet und der Region um Pittsburgh.

Die Gemäldeausstellung "Feuerländer – Regions of Vulcan", die anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 präsentiert wurde, diente dem Projekt hierbei als inhaltliche Orientierung und als Quelle und Inspiration. So fließen Kunstwerke und Themen der Feuerländer in die Arbeiten der Schülergruppen ein. Dabei entstehen Interviews, Zeichnungen, Texte, Fotos und Videos, die über das social web einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden und damit Möglichkeiten der Partizipation über die Schule und das Museum hinaus bieten. Ein ständig aktualisierter Blog dokumentiert den Projektverlauf und die Ergebnisse. Zudem verweist er auf Online-Netzwerke, etwa auf die Facebook-Fanpage, und weitere in die einzelnen Schulprojekte einbezogene Video- und Fotoportale, wie YouTube und Flickr.Finanziert wird Transatlantic Bridge durch „Museums & Community Collaborations Abroad“ (MCCA), ein Programm, das von dem Bureau of Educational and Cultural Affairs des U.S. Department of State in Partnerschaft mit der American Association of Museums (AAM) aufgelegt wurde.

(download)

Hinter der Transatlantischen Brücke steht das Ziel, Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, außerschulische Lernorte zu entdecken, andere Kulturen kennen zu lernen, Fremdsprachen anzuwenden, den Umgang mit den Neuen Medien zu erproben, transatlantische Freundschaften zu schließen und so Botschafter der eigenen Region zu werden. Auch nach Abschluss des über ein Jahr lang andauernden Projektes, welches in einer Ausstellung mündet, soll eine freundschaftliche, kooperative Verbindung erhalten bleiben.

Die Ausstellung „Transatlantic Bridge Gallery“ ist vom 04.02.-27.03.2011 auf der Galerie der Zinkfabrik Altenberg (LVR-Industriemuseum, Hansastraße 20, 46049 Oberhausen) zu sehen.

Weitere Informationen auf dem Projektblog: http://buildingatransatlanticbridge.blogspot.com
und bei Herrn Dr. Burkhard Zeppenfeld, LVR-Industriemuseum, Schauplatz Oberhausen (Burkhard.Zeppenfeld@lvr.de; Tel. 0208-8579134)

 
Ausblick:
Obwohl Transatlantic Bridge „offiziell“ in den letzten Zügen liegt, laufen einige Projekte über die geförderte Projektdauer weiter. Die meisten beteiligten Lehrerinnen und Lehrer denken über eine Fortsetzung der Transatlantic Bridge nach und stehen in konkretem Austausch mit ihren amerikanischen Kolleginnen und Kollegen.
Zudem sind die Schulen stark an einem „realen“ Schüleraustausch interessiert. Erste Gespräche hierzu fanden bereits statt. Auch wenn die finanzielle Unterstützung mit der abschließenden Ausstellung seinem Ende entgegengeht, ist der Funke seitens der Schulen längst übergesprungen. Das Ziel einer zukünftigen Fortführung der Zusammenarbeit scheint geglückt.
Und auch die Museen können auf eine intensive Zusammenarbeit mit den Schulen zurückblicken und sehen sich in ihrer Kooperation gestärkt. Aktuell gibt es erste Überlegungen für neue Formen der Zusammenarbeit im Bereich der Museumspädagogik.

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Stephanie Buchholz M.A.

 

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